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Corporate Wear für Unternehmen: Von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Einführung

Autorenbild: An Bui
An Bui
13. Feb.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Stunden


Corporate Wear gehört heute in vielen Unternehmen zum Arbeitsalltag. Ob Vertrieb, Service, Außendienst, Produktion oder Messeauftritt: Kleidung wird zum sichtbaren Teil der Marke.

Trotzdem wird Corporate Wear häufig unterschätzt. Denn die eigentliche Herausforderung beginnt oft erst nach der Auswahl von Hoodie, Poloshirt oder Jacke. Größenmanagement, Nachbestellungen, Logistik, internationale Standorte oder unterschiedliche Anforderungen einzelner Abteilungen sorgen in vielen Projekten für deutlich mehr Aufwand als zunächst erwartet.


Aus unserer Erfahrung entscheidet deshalb nicht allein das Design über den Erfolg einer Corporate-Wear-Kollektion. Ebenso wichtig sind die Prozesse dahinter.


Drei frauen mit dem Rücken zur Kamera, Arme Verschränkt, alle tragen das gleiche Tshirt mit der Aufschrift Verticas

Corporate Wear ist mehr als Kleidung


Wenn Unternehmen über Corporate Wear sprechen, geht es häufig zunächst um Farben, Logos und Veredelungen. Tatsächlich erfüllt Corporate Wear jedoch mehrere Aufgaben gleichzeitig.

Sie schafft Wiedererkennbarkeit. Sie unterstützt einen professionellen Außenauftritt.

Sie erleichtert die Zuordnung von Mitarbeitenden im Kundenkontakt. Und sie kann dazu beitragen, die Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken. Gerade bei größeren Organisationen wird Corporate Wear häufig Teil einer übergeordneten Markenstrategie.

Deshalb lohnt es sich, die Kollektion nicht als Textilprojekt zu betrachten, sondern als Teil der Unternehmenskommunikation.


Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit Corporate Wear?


links ein mann in dunkelblauer Jacke und rechts eine Frau mit hellgrauem Sweater, sie schauen sich gemeinsam einen Rucksack an

Die Anforderungen an Corporate Wear unterscheiden sich je nach Branche und Einsatzbereich.

Häufig stehen folgende Ziele im Vordergrund:


  • einheitliches Erscheinungsbild

  • professionelle Wahrnehmung im Kundenkontakt

  • Stärkung der Arbeitgebermarke

  • Teamzugehörigkeit und Identifikation

  • Wiedererkennbarkeit auf Veranstaltungen und Messen

  • funktionale Anforderungen im Arbeitsalltag


Dabei zeigt sich in vielen Projekten, dass unterschiedliche Zielgruppen oft auch unterschiedliche Lösungen benötigen. Die Anforderungen eines Servicetechnikers unterscheiden sich beispielsweise deutlich von denen eines Vertriebsmitarbeiters oder eines Mitarbeiters am Messestand.


Die häufigsten Fehler bei Corporate-Wear-Projekte


In vielen Corporate-Wear-Projekten tauchen ähnliche Herausforderungen auf.


Fehler 1: Das Design steht im Mittelpunkt, die Nutzer nicht


Eine Corporate-Wear-Kollektion wird häufig aus Sicht des Marketings entwickelt.

Später zeigt sich dann, dass Mitarbeitende bestimmte Artikel kaum tragen.


Die Frage lautet deshalb nicht nur: Passt die Kleidung zur Marke?

Sondern auch: Wird sie tatsächlich gerne getragen?


Tragekomfort, Passform und Alltagstauglichkeit haben oft größeren Einfluss auf die Akzeptanz als das eigentliche Design.


Fehler 2: Nachbestellungen werden nicht mitgedacht


Die erste Bestellung funktioniert meist problemlos. Schwieriger wird es oft Monate später. Neue Mitarbeitende kommen hinzu. Andere Größen werden benötigt. Produkte werden vom Hersteller verändert oder sogar eingestellt. Deshalb lohnt es sich bereits zu Beginn festzulegen:


  • Wie lange soll die Kollektion verfügbar bleiben?

  • Wie werden Nachbestellungen organisiert?

  • Welche Artikel müssen dauerhaft verfügbar sein?


Fehler 3: Die Größenplanung wird unterschätzt


Je größer das Unternehmen, desto relevanter wird das Thema Größenmanagement.

Bereits kleine Fehler führen schnell zu unnötigen Nachbestellungen und Mehraufwand.


Gerade bei internationalen Teams kommen weitere Themen hinzu:


  • unterschiedliche Passformen

  • verschiedene Größensysteme

  • Damen- und Herrenschnitte

  • Sondergrößen


Corporate Wear oder Workwear?


Die Begriffe werden häufig gleichgesetzt, beschreiben jedoch nicht immer dieselben Anforderungen.

Corporate Wear

Workwear

Markenauftritt steht im Vordergrund

Funktion steht im Vordergrund

Poloshirts, Hemden, Hoodies, Jacken

Arbeitshosen, Schutzkleidung, Funktionsbekleidung

Vertrieb, Service, Messen, Verwaltung

Handwerk, Produktion, Logistik

Corporate Identity

Arbeitsschutz und Funktion

In vielen Unternehmen entstehen heute Mischformen, bei denen Corporate-Wear-Elemente gezielt mit funktionalen Anforderungen kombiniert werden.


Standardkollektion oder individuelle Entwicklung für Corporate Wear?


Grundsätzlich gibt es zwei Wege.


Standardkollektion

Viele Unternehmen starten mit bestehenden Textilkollektionen. Diese werden durch:

  • Stickerei

  • Druck

  • Patches

  • individuelle Farben

an das eigene Erscheinungsbild angepasst.


Vorteile:

  • schnelle Umsetzung

  • geringere Mindestmengen

  • oft niedrigere Kosten


Individuelle Entwicklung

Bei größeren Projekten entstehen häufig eigene Corporate-Wear-Kollektionen. Dabei können beispielsweise definiert werden:

  • Materialien

  • Schnitte

  • Farben

  • Labels

  • Accessoires

  • Verpackungen


Dieser Ansatz wird insbesondere dann interessant, wenn Corporate Wear langfristig Teil der Markenstrategie werden soll.


Warum Größenmanagement für Corporate Wear wichtiger ist als viele denken


Die eigentliche Arbeit beginnt oft erst nach der Einführung einer Kollektion. Viele Unternehmen beschäftigen sich erst zu spät mit Fragen wie:


  • Wer bestellt?

  • Wer genehmigt?

  • Wer verwaltet Budgets?

  • Wie werden Größen gepflegt?

  • Wie werden neue Mitarbeitende ausgestattet?


Je größer die Organisation wird, desto wichtiger werden standardisierte Prozesse. Aus unserer Sicht gehören deshalb Größenmanagement und Nachbeschaffung bereits in die frühe Projektphase.


Warum Logistik für Corporate Wear häufig unterschätzt wird


Corporate Wear wird oft als Beschaffungsprojekt betrachtet. Tatsächlich entwickelt sie sich bei vielen Unternehmen schnell zu einem Logistikprojekt. Besonders dann, wenn:


  • mehrere Standorte beteiligt sind

  • internationale Teams ausgestattet werden

  • Aktionskleidung benötigt wird

  • hohe Nachbestellquoten entstehen

  • individuelle Mitarbeitersets verschickt werden


In solchen Fällen spielen Themen wie Lagerhaltung, Fulfillment und Distribution eine zunehmend wichtige Rolle. Gerade bei internationalen Organisationen zeigt sich häufig, dass die logistische Umsetzung über den langfristigen Erfolg einer Corporate-Wear-Lösung entscheidet.


Lesen Sie hier warum nachhaltiges Fullfillment so wichtig ist.


Corporate Wear als Teil der Arbeitgebermarke


Corporate Wear beeinflusst nicht nur die Außenwirkung. Sie wirkt auch nach innen.

Immer mehr Unternehmen betrachten Mitarbeiterbekleidung als Teil ihres Employer Brandings.

Die Kleidung wird dabei zu einem sichtbaren Bestandteil der Unternehmenskultur.

Entscheidend ist jedoch die Akzeptanz der Mitarbeitenden. Aus unserer Erfahrung steigt diese insbesondere dann, wenn:


  • Mitarbeitende früh eingebunden werden

  • verschiedene Schnitte verfügbar sind

  • Tragekomfort berücksichtigt wird

  • die Kleidung den tatsächlichen Arbeitsalltag unterstützt


Unser Blick auf Corporate Wear


Corporate Wear ist aus unserer Sicht deutlich mehr als die Auswahl eines Textils oder einer Veredelung. Erfolgreiche Projekte entstehen häufig dann, wenn Produkt und Prozess gemeinsam betrachtet werden. Neben Design, Materialien und Markenwirkung spielen Themen wie Größenmanagement, Nachbeschaffung, Logistik, Lagerhaltung und Distribution eine wichtige Rolle.


Genau deshalb betrachten wir Corporate Wear nicht ausschließlich als Beschaffungsprojekt, sondern als Teil eines langfristigen Systems, das Mitarbeitende, Marke und Prozesse miteinander verbindet.


Was ist Corporate Wear?

Corporate Wear bezeichnet Mitarbeiterbekleidung, die an das Erscheinungsbild eines Unternehmens angepasst wird. Typische Beispiele sind Poloshirts, Hoodies, Hemden oder Jacken mit Logo und Unternehmensfarben.

Corporate Wear dient primär dem Markenauftritt und der Wiedererkennbarkeit. Workwear konzentriert sich stärker auf Schutz, Funktion und Arbeitsanforderungen. In vielen Unternehmen werden beide Ansätze miteinander kombiniert.

Corporate Wear kann die Wiedererkennbarkeit erhöhen, den professionellen Auftritt unterstützen und zur Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen beitragen.

Die Kosten hängen unter anderem von Produktart, Stückzahl, Individualisierungsgrad, Veredelung und Logistikanforderungen ab. Neben den Anschaffungskosten sollten auch Nachbestellungen und Lagerhaltung berücksichtigt werden.

Stickerei wirkt häufig hochwertiger und ist besonders langlebig. Druckverfahren bieten Vorteile bei größeren Motiven, Farbverläufen und komplexen Designs. Die passende Lösung hängt vom jeweiligen Textil und Einsatzzweck ab.

Gerade bei größeren Teams spielt Größenmanagement eine wichtige Rolle. Fehlende Größen führen häufig zu Nachbestellungen, Verzögerungen und unnötigen Zusatzkosten.

Corporate-Wear-Kollektionen werden oft über mehrere Jahre genutzt. Deshalb lohnt es sich, Themen wie Nachbeschaffung, Lagerhaltung, Größenmanagement und Verfügbarkeit bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen.


 
 
 

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